Kinder und Jugendliche

Psychologische Praxis Mag.a Bettina Hagenmüller

Ich biete klinisch-psychologische Diagnostik, klinisch-psychologische Behandlung (psychologische Therapie) sowie gesundheitspsychologische Behandlung und Beratung für Kinder, Jugendliche und deren Eltern an. Sie finden hier Informationen zu einigen meiner Arbeitsschwerpunkte.

Schulschwierigkeiten, Lese- und Rechtschreibstörung, Rechenstörung, Lernprobleme, Teilleistungsstörungen
Schulschwierigkeiten können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Auf einige wird hier näher eingegangen.
Lese- und Rechtschreibstörung (Legasthenie)
Leidet Ihr Kind an einer Lese- und Rechtschreibstörung (Legasthenie), dann lässt er/sie beim Schreiben häufig einzelne Wortteile aus oder fügt diese hinzu, vertauscht Buchstaben oder Wörter in einem Satz. Die Rechtschreibfehler eines Wortes können dabei variieren. Womöglich liest er/sie sehr langsam, verliert häufig die Zeile beim Lesen und kann den Inhalt des Gelesenen nicht wiedergeben?

Eine Lese- und Rechtschreibstörung kann im Rahmen einer psychologischen Diagnostik festgestellt werden und darauf aufbauend hilfreiche Fördermaßnahmen geplant werden.
Rechenstörung (Dyskalkulie)
Leidet Ihr Kind an einer Rechenstörung (Dyskalkulie), dann hat er/sie Schwierigkeiten bei der Beherrschung und beim Erlernen der Grundrechenarten (Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division) und im Mengenverständnis. Es/sie hat Schwierigkeiten dabei, mathematische Konzepte und Ausdrücke zu verstehen und Textaufgaben zu lösen. Ihr Kind benötigt zudem mehr Zeit zum Lösen von Rechenaufgaben und macht vergleichsweise viele Fehler.

Eine Rechenstörung kann im Rahmen einer psychologischen Diagnostik festgestellt werden und darauf aufbauend hilfreiche Fördermaßnahmen geplant werden.
Lernprobleme
Lernschwierigkeiten können ganz unterschiedliche Ursachen haben, die es in einer individuellen Problemanalyse zu ergründen gilt (z.B. schulische Überforderung aufgrund individueller Schwächen).
Teilleistungsstörungen, neuropsychologische Diagnostik
Teilleistungsstörungen sind neuropsychologische Basisdefekte, die trotz Vorliegen einer guten Intelligenz zu Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens und/oder Rechnens führen können sowie Auswirkungen auf das Verhalten von Kindern oder Jugendlichen haben.

Es kann die basale Wahrnehmungsverarbeitung betroffen sein, was zu Problemen bei der Wahrnehmung von Reizen im taktil-kinästhetischen, akustischen und/oder visuellen Bereich führt, obwohl die Sinnesorgane (Augen, Ohren, Tastsinn) gut funktionieren. Teilleistungsstörungen können aber auch durch neurologische oder hirnorganische Erkrankungen (z.B. Gehirntumore, Schlaganfälle, Epilepsie) verursacht sein.

Eine Teilleistungsstörung kann sich zum Beispiel so äußern, dass ein Kind Probleme dabei hat eine Anweisung zu hören, wenn viele Menschen gleichzeitig sprechen. Es wirkt als würde er/sie nicht richtig zuhören. Ihr Kind kann Schwierigkeiten dabei haben, Distanzen richtig einzuschätzen oder sich im Raum zu orientieren. Eventuell hat er/sie Probleme vorausschauend zu denken oder Handlungen in einzelne Arbeitsschritte zu unterteilen und der Reihe nach durchzuführen?

Es bedarf einer differenzierten neuropsychologischen Diagnostik, um Teilleistungsstörungen zu erkennen und darauf aufbauend hilfreiche Fördermaßnahmen planen zu können.
Hochbegabungsdiagnostik
In der modernen Hochbegabungsdiagnostik geht man davon aus, dass neben intellektuellen Fähigkeiten (IQ-Wert), vor allem leistungsbezogene Persönlichkeitseigenschaften sowie das familiäre und schulische Umfeld dafür verantwortlich sind, ob ein Kind oder Jugendlicher Höchstleistungen erbringt.

Diese Faktoren können im Rahmen einer umfassenden psychologischen Diagnostik erfasst werden. Darauf aufbauend können individuelle Fördermaßnahmen im schulischen und außerschulischen Bereich abgeleitet werden, um Ihr Kind optimal ganz nach seinen/ihren Bedürfnissen zu fördern.

Es könnte eine Hochbegabung vorliegen, wenn Ihr Kind eine frühe sprachliche Entwicklung hatte und frühzeitig Interesse an Zahlen und Buchstaben gezeigt hat. Hochbegabte Kinder stellen häufig Fragen, sind an Ihrer Umgebung bereits im Kleinkindalter besonders interessiert, haben häufig einen hohen Gerechtigkeitssinn und diskutieren gerne Regeln. Werden hochbegabte Kinder in der Schule nicht entsprechend gefördert, können sie sich im Unterricht rasch langweilen und diesen eventuell stören oder Lehrer(innen) für ihren „langweiligen“ Unterricht kritisieren. Da hochbegabte Kinder häufig andere Interessen als Gleichaltrige haben, können auch soziale Schwierigkeiten im Klassenverband auftreten.
Schullaufbahn- und Berufswahlberatung, Potentialanalyse
Im Rahmen einer Potentialanalyse können individuelle Stärken und Schwächen abgeklärt werden. Das kann zum Beispiel bei der Wahl einer weiterführenden Schule, Ausbildung/Lehre, Studienrichtung oder eines Berufs hilfreich sein.
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme (ADHS)
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme äußern sich in unaufmerksamen Verhalten, zusätzlich kann auch ein hyperaktives und/oder impulsives Verhalten auftreten.
Unaufmerksames Verhalten
Ihr Kind kann zum Beispiel Schwierigkeiten dabei haben, längere Zeit die Aufmerksamkeit bei Aufgaben oder beim Spielen aufrecht zu erhalten. Womöglich macht Ihr Kind häufig Flüchtigkeitsfehler bei Hausübungen und Schularbeiten, scheint häufig nicht zuzuhören, lässt sich leicht ablenken, ist bei Alltagstätigkeiten oft vergesslich, verliert oft Gegenstände (z.B. Spielsachen, Stifte, Bücher) oder führt Anweisungen anderer nicht vollständig aus? Vielleicht kann er/sie Aufgaben selten zu Ende bringen und unterbricht diese immer oder hat Schwierigkeiten dabei Aufgaben und Aktivitäten zu planen? Er/sie kann auch eine Abneigung gegen Aufgaben zeigen, die eine länger andauernde geistige Anstrengung erfordern (wie Hausübungen oder Mitarbeit im Unterricht).
Hyperaktives Verhalten
Zeigt Ihr Kind ein hyperaktives Verhalten, so zappelt er/sie zum Beispiel oft, rutscht häufig am Sessel herum, hat Schwierigkeiten dabei im Schulunterricht still sitzen zu bleiben und steht häufig auf. Womöglich kann er/sie sich nicht ruhig beschäftigen oder spielen und redet sehr oft übermäßig viel? Bei Jugendlichen kann auch ein innerliches Unruhegefühl auftreten.
Impulsives Verhalten
Ein impulsives Verhalten wäre zum Beispiel, wenn Ihr Kind häufig mit Antworten herausplatzt, ehe eine Frage zu Ende gestellt ist, Schwierigkeiten damit hat, zu warten bis er/sie an der Reihe ist oder häufig andere unterbricht und stört (zum Beispiel Gespräche unterbrechen oder in Spiele anderer hineinplatzt).
Ängste
Angst ist ein normales Gefühl und hilft uns dabei Gefahren und Risiken zu erkennen sowie diese einzuschätzen und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Angst wird dann zum Problem, wenn sie unangemessen intensiv erlebt wird, zu häufig und lange aufritt, zu unkontrolliertem Verhalten führt und starkes Leiden und Lebenseinschränkungen (Einbußen in der Lebensqualität) verursacht. Angststörungen kommen im Kindes- und Jugendalter sehr häufig vor.

Angst kann sich in Trennungssituationen, vor bestimmten Situationen oder Objekten, in sozialen Situationen oder durch ein übermäßigtes Besorgtsein zeigen. Nachfolgend werden die unterschiedlichen Arten von Angst kurz beschrieben.

Je nach Alter Ihres Kindes können unterschiedliche Ängste auftreten, auch können diese von körperlichen Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen begleitet werden (z.B. bei Schulangst).
Trennungsangst
Trennungsangst zeigt sich darin, dass Ihr Kind übermäßig starke Angst in Erwartung auf oder bei der Trennung von einer Bezugsperson hat. Er/sie hat die anhaltende Sorge, eine Bezugsperson zu verlieren (z.B. durch einen Unfall). Die Angst kann sich in körperlichen Beschwerden, wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Erbrechen, äußern. Ihr Kind versucht Trennungssituationen so gut es geht zu vermeiden (z.B. alleine zu Hause bleiben, alleine im Bett schlafen, bei Freunden übernachten, in den Kindergarten oder die Schule gehen).
Spezifische Phobie
Ihr Kind kann auch übermäßig Angst vor einer bestimmten Situation oder einem bestimmten Objekt haben (z.B. Angst vor bestimmten Tieren, Höhenangst, Flugangst, Schulangst). Die Angst kann auch bereits auftreten, wenn an diese bestimmte Situation oder das Objekt gedacht wird oder die Erwartung besteht, bald darauf zu treffen. Ihr Kind wird versuchen die gefürchteten Objekte und Situationen zu meiden, was zu einer starken Einschränkung des täglichen Lebens führen kann.
Generalisierte Angststörung
Es kann auch sein, dass Ihr Kind sich grundsätzlich viele Sorgen macht und Schwierigkeiten dabei hat, seine/ihre Sorgen zu kontrollieren. Er/sie kann sich dabei angespannt, nervös und/oder ruhelos fühlen, leicht reizbar sein, sich schlecht konzentrieren können oder unter Schlafstörungen leiden.
Soziale Ängstlichkeit
Angst kann sich auch nur oder vordergründig in sozialen Situationen zeigen (z.B. Angst vor anderen Menschen zu sprechen, ein Referat zu halten, vor Prüfungen, eine Geburtstagsfeier zu besuchen, Schwierigkeiten andere Kinder anzusprechen und Freunde zu finden). Er/sie kann berichten, dass er/sie sich sorgt sich vor Anderen zu blamieren oder von diesen beurteilt zu werden. Infolgedessen werden soziale Situationen gemieden oder unter intensiver Angst ertragen.
Zwänge
Führt Ihr Kind bestimmte Handlungen immer und immer wieder aus und lässt sich davon nicht abbringen oder reagiert aufgebracht, wenn Sie versuchen ihn/sie davon abzuhalten? Benötigt Ihr Kind zum Anziehen sehr viel Zeit, weil er/sie jedes Kleidungsstück mehrmals an- und ausziehen muss, bis es sich richtig anfühlt? Wäscht sich Ihr Kind sehr häufig, oft und lange die Hände?

Kinder haben eine Reihe wiederkehrender Rituale und festgelegte Gewohnheiten (z.B. Einschlafrituale, Bevorzugung bestimmter Kleidungsstücke und Farben, Begeisterung für die Wiederholung bestimmter Geschichten oder Lieder). Diese Rituale und wiederkehrenden Handlungen gehören zu einer normalen Entwicklung von Kindern, verschaffen Sicherheit, Zuverlässigkeit und ein Gefühl der Geborgenheit.

Solche Rituale oder wiederkehrenden Handlungen werden dann zu einer Zwangsstörung, wenn sie sich gegen einen inneren Widerstand aufdrängen und selbst als unsinnig, übertrieben und quälend empfunden werden. Es können sowohl Zwangshandlungen als auch Zwangsgedanken auftreten.

Unbehandelt können Zwangsstörungen bis ins Erwachsenenalter aufrecht bleiben und massiven Leidensdruck verursachen.
Zwangshandlungen
Es ist zum Beispiel normal, wenn ein Kind ein- oder zweimal seinen Schulrucksack auf Vollständigkeit kontrolliert. Wenn Ihr Kind nun aber innerhalb kürzester Zeit sehr viel häufiger (z.B. zehnmal) kontrollieren muss, und sich auch dann nicht beruhigen kann, obwohl er/sie sich gerade rückversichert hat, dass alles eingepackt ist, dann könnte eine Zwangsstörung vorliegen, es sich um eine Zwangshandlung handeln.

Kinder reagieren dann sehr aufgebracht, wenn man versucht sie an der Zwangshandlung zu hindern. Ihnen selbst gelingt es nur schlecht, die Zwangshandlungen zu unterlassen, da dies zu einer deutlichen Anspannung, Angst oder auch Aggression führt. Häufig befürchten Betroffene, dass etwas Schlimmes passiert, wenn die Zwangshandlung nicht durchgeführt wird.

Folgende Zwangshandlungen treten bei Kindern und Jugendlichen häufig auf: Reinigungs- und Waschzwänge, Kontrollzwänge, Kontaktvermeidung wegen Verschmutzung, Wiederholungszwänge, Ordnungszwänge, Zählzwänge, Berührungszwänge
Zwangsgedanken
Zwangsgedanken drängen sich auf und können sehr großes Unbehagen oder Angst auslösen (z.B. einem anderen Kind Gewalt anzutun, obwohl man das nicht möchte; sich mit einer Krankheit anzustecken, wenn man Türschnallen berührt).

Betroffene Kinder versuchen die Gedanken zu unterdrücken, zu ignorieren oder mit bestimmten Handlungen oder Gedanken zu neutralisieren. Dies gelingt immer nur für kurze Zeit, ehe sich der Gedanke wieder aufdrängt.

Diese Gedanken spiegeln dabei nicht die Meinung oder Haltung der Kinder/Jugendliche wider, sondern werden als befremdlich, abscheulich oder peinlich empfunden.

Zwangsgedanken betreffen häufig folgende Themen: Verschmutzung, aggressive Gedanken, Ordnung, etwas Schlimmes wird passieren, Ekel vor Ausscheidungen, Furcht andere zu verletzen.
Psychosomatische Beschwerde
Man spricht von psychosomatischen Beschwerden, wenn es für körperliche Beschwerden (z.B. Bauchschmerzen, Kopfschmerzen) keine körperliche, medizinische Ursache gibt.

Wenn die körperlichen Beschwerden Ihres Kindes medizinisch abgeklärt sind und keine Ursache gefunden werden konnte, kann man in einem nächsten Schritt psychologisch nach der Ursache und der Funktion der Beschwerden suchen und diese behandeln.
Schlafprobleme, Einnässen, Einkoten
Hat Ihr Kind Schwierigkeiten dabei ein- oder durchzuschlafen? Möchte Ihr Kind nicht im eigenen Bett schlafen? Hat Ihr Kind, Schwierigkeiten dabei Trocken und Sauber zu werden?
Adipositas (Übergewicht), Binge-Eating (Essanfälle)
Leidet Ihr Kind an starkem Übergewicht und/oder hat häufig Essanfälle? Haben Sie bereits Unterstützung von einem Arzt, einem Sporttrainer und/oder einer Diätologin?

Es ist sinnvoll, Ihr Kind zusätzlich psychologisch bei der Gewichtsabnahme zu unterstützen (natürlich neben der Ernährungsumstellung und der Durchführung eines Sportprogramms). Es geht hierbei vor allem darum, Ihr Kind dabei zu unterstützen die nötige Motivation für die Verhaltensänderung aufzubringen. Ebenso, ist es wichtig herauszufinden, wie das Problemverhalten entstanden ist und was aktuell dazu beiträgt, dass dieses aufrecht erhalten wird.
Adipositas
Übergewicht ist eine über den Normalbereich hinausgehende Erhöhung des Körpergewichts. Die übermäßige Vermehrung des Fettgewebes im Körper führt zu einem erhöhten gesundheitlichen Risiko (z.B. Leberverfettung, Diabetes). Übergewicht entsteht meistens durch eine ungünstige Ernährung (z.B. sehr fettige oder zuckerhaltige Speisen, zu wenig Obst und Gemüse, zuckerhaltige Getränke wie Softdrinks) und einem ungünstigen Lebensstil (z.B. wenig Bewegung, viel sitzen, viel fernsehen oder Computer spielen). In seltenen Fällen kann das Übergewicht durch eine körperliche Erkrankung verursacht sein, was medizinisch abzuklären ist.

Adipöse Kinder und Jugendliche werden häufig für ihr Gewicht von ihren Mitschüler(innen) gehänselt und gemobbt. Das kann dazu beitragen, dass diese sich sozial zurückziehen, sich selbst wenig zutrauen, ein negatives Selbstbild entwickeln, sich unattraktiv fühlen oder in ihrer Stimmung gedrückt sind, sich häufig traurig fühlen.
Binge-Eating (Essanfälle)
Unter Binge-Eating versteht man Essanfälle, bei denen Kinder oder Jugendliche innerhalb kurzer Zeit (z.B. 2 Stunden) sehr große Nahrungsmengen zu sich nehmen (deutlich mehr als die meisten anderen Kinder oder Jugendliche in einer ähnlichen Zeitspanne).

Betroffene berichten während eines Essanfalls keine Kontrolle über das Essen zu haben (z.B. das Gefühl mit dem Essen nicht aufhören zu können bzw. nicht kontrollieren zu können, was und wieviel man isst). Während eines Essanfalls wird meist wesentlich schneller als normal gegessen und bis zu einem unangenehmen Völlegefühl. Es werden große Nahrungsmengen gegessen, obwohl man nicht hungrig ist. Meist wird aus Verlegenheit über die Mengen alleine oder heimlich gegessen. Häufig treten Ekelgefühle gegenüber sich selbst, Deprimiertheit oder Schuldgefühle nach dem Essanfall auf. Die Essanfälle verursachen bei Kindern oder Jugendlichen ein deutliches Leiden.
Depression
Wirkt Ihr Kind in letzter Zeit häufig traurig und freudlos? Hat er/sie ein geringes Selbstwertgefühl? Interessiert er/sie sich für nichts mehr? Hat er/sie Schlafstörungen und/oder keinen Hunger? Äußert er/sie nicht mehr leben zu wollen?

Traurigkeit, Schlafstörungen und Minderwertigkeitsgefühle kennt jeder Mensch und gehören zum Leben dazu. Diese Empfindungen sind sinnvolle Signale für Lebensunstimmigkeiten, die es zu verändern gilt. Wenn dies allerdings nicht gelingt, und die unten angeführten Symptome für mindestens zwei Wochen anhalten, so spricht man von einer Depression.

Eine depressive Störung im Kindes- und Jugendalter ist charakterisiert durch eine bedrückte Stimmung, Freudlosigkeit, Interessensverlust und erhöhter Ermüdbarkeit. Außerdem können depressive Kinder/Jugendliche eine verminderte Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistung aufweisen, über ein vermindertes Selbstvertrauen verfügen und Schuld- und Wertlosigkeitsgefühle erleben. Häufig haben betroffene Kinder und Jugendliche eine negative und pessimistische Sicht auf die Zukunft. Es können auch Denkstörungen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, erhöhte Reizbarkeit, Kopf- und Bauchschmerzen, Selbstverletzungen und Suizidgedanken auftreten.

Depressive Kinder wirken manchmal besonders brav, sind unauffällig und sozial zurückgezogen, wodurch ihr Leiden oft längere Zeit nicht auffällt (z.B. auch nicht in der Schule). Kleinkinder können sich zudem aggressiv verhalten, wodurch ihre Traurigkeit übersehen wird!
Tic-Störungen
Tics sind unwillkürliche, rasche, wiederholte, nicht-rhythmische motorische Bewegungen oder Lautäußerungen. Sie treten plötzlich auf und ihre Durchführung hat per se keinen Zweck.

Typische Tics, die Ihr Kind zeigen könnte, sind blinzeln, schnelle Kopfbewegungen, klatschen, räuspern oder einzelne Laute. Das besondere an Tics ist, dass sie über eine längere Zeit willentlich unterdrückt werden können. Ihr Kind kann zum Beispiel einen Vormittag in der Schule ticfrei sein, anschließend zu Hause wieder Tics ausführen, eventuell sogar häufiger als ohne vorherige Pause.

Im Allgemeinen nimmt die Häufigkeit der Tics zu, wenn Kinder oder Jugendliche unter Stress stehen oder sich emotional belastet fühlen. Unbehandelt bestehen Tics üblicherweise über eine längere Zeit, weswegen sie zu sozialen Problemen führen können, weil ein Kind zum Beispiel von Mitschüler(innen) ausgelacht wird und sich in weiter Folge sozial zurückzieht.
Umgang mit schwierigen Lebenssituationen
Manchmal kann es nötig sein, dass Kinder oder Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen psychologisch begleitet und betreut werden, um besser mit der veränderten Lebenssituation umgehen zu können.

Eine schwierige Lebenssituation kann zum Beispiel die Scheidung der Eltern, eine körperliche oder psychische Erkrankung eines Familienmitglieds oder der Tod eines Familienmitglieds sein.
emotionale und soziale Probleme, Verhaltensauffälligkeiten, Mobbing
Leidet Ihr Kind unter einem geringen Selbstwert? Zeigt er/sie vermehrt aggressives und unsoziales Verhalten? Hat er/sie Schwierigkeiten dabei Freunde zu finden? Wird er/sie in der Schule gemobbt?
Entspannungstraining
Auf Kindern und Jugendlichen lastet im Alltag (in der Schule, im familiären Bereich, im Kontakt mit Gleichaltrigen) häufig ein großer Druck, was zu negativen Folgen führen kann. Übermäßiger Stress kann zu Schulleistungsproblemen, Schwierigkeiten in der Konzentration und Aufmerksamkeit, innerer Unausgeglichenheit (auch aggressiven Verhalten), Einschlafschwierigkeiten (mit gedanklicher Weiterbeschäftigung) oder Spannungskopfschmerzen führen.

Mittels Entspannungstraining kann dem zum Teil entgegengewirkt werden. Dazu kommen unter anderem Fantasiereisen zum Einsatz. Diese sollen die innere Ruhe und Entspannungsmöglichkeiten stärken und gleichzeitig die Fantasie anregen.